Südtirolalpin

© by Andreas Brunner 2019

Abenteuer in

KORSIKA

Fotos: Brunner Andreas

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Die Insel die alles zu bieten hat. Klettern, schnorcheln, wandern, surfen und Canyoning.

Man hört und liest viel Schönes über die Mittelmeerinsel mit den höchsten Bergen. Da wundert es nicht, dass Kletterer von der Insel schwärmen. Vor allem die einzigartigen Tafoni lassen die Liebhaber des vertikalen Sports höher schlagen. Wunderschöne Täler und Flüsse soll es auf Korsika geben. Ein Paradies zum Wandern und Canyoning. Mit dem GR20 finden hier auch die Trekker einen wahren Leckerbissen unter den europäischen Weitwanderwegen. Sogar ein Skitoureneldorado soll das winterliche Korsika sein – wenn es genügend schneit, was nicht jedes Jahr der Fall ist. Manche behaupten sogar, sie könnten die Insel an ihrem bloßen Geruch erkennen. Zudem ist anzunehmen, dass an der 1000 km langen Küste einige Traumbuchten zu finden sein sollten. Höchste Zeit also für einen Besuch…

Canyoning Paradies

Ankunftsort per Fähre ist in den meisten Fällen Bastia im Nordosten. In unserem Fall über Nacht von Savona aus. Unsere Zeit ist mit 10 tagen knapp bemessen für das, was Korsika zu bieten hat. Wollen wir doch möglichst viel probieren. Zumindest erledigt sich das Thema Skitouren von allein. Es ist Mitte September, die Masse der Touristen dürfte wieder von der Insel sein und die Wassertemperatur in den Flüssen und im Meer angenehm warm. Unser erster Stop: Das Restonica Tal nahe Corte. Hier finden sich jede Menge Wander-, Bade-, Kletter- und Canyoning Möglichkeiten auf engstem Raum. Wir staunten nicht schlecht wie voll der Parkplatz am Talende war, als wir am Ausgangspunkt für die Wanderung zu den beiden Seen Lac de Melo und Lac de Capitello angekommen sind. Die Touristenmassen sollten wieder von der Insel sein…mmhmm. Allerdings verteilt sich das Ganze im Talschluss recht gut. Wesentlich ruhiger ging es im autofreien Tavignano Tal zu. Hier wanderten wir in der prallen Sonne 2 Stunden in das Tal, naschten kiloweise Brombeeren und verließen das Tal wieder über den Fluss. Eine einfache, aber lange Canyoning Tour die ohne technische Ausrüstung machbar ist. Viele Schwimmpassagen und kleine Sprünge von maximal 3 Metern sorgen für reichlich Abwechslung in der wunderschönen Schlucht.

Klettern und Meer

Ab ans Meer. Mit Zwischenstop im sonnigen Klettergarten von Cuccia. Eindeutig die falsche Wahl bei den doch noch recht heißen Tagen im September. Der Ruf nach Abkühlung wurde von Route zu Route stärker bis wir diesem schließlich folgten und nach Sagone an der Westküste fuhren.

 

Rich Kids und Beachlife in Sagone

Im Westen der Insel trafen wir den Rest unserer Truppe. Mit der Kaufkraft von 16 Leuten leisteten wir uns den Luxus einer Villa mit Pool direkt am Strand ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Wir kosteten diesen Luxus voll und ganz aus und fühlten uns wie die Könige von Korsika.

Wandern und Bergsteigen

Ein halber Tag am Strand stillte den Hunger nach Abkühlung fürs Erste. Tags darauf tauschten wir die Flip-Flops wieder mit den Trekkingschuhen und wählten den Hausberg Portu´s als Tagesziel. Den Monte d´Orco. Inmitten der wilden und rot schimmernden Felslandschaft der Calanche erhebt sich dieser Berg. Am Wegesrand die unglaublichsten Felsformationen. So gibt es auf den 1000 Höhenmetern jede Menge Abwechslung für die Augen. Im Rücken die Küstenstadt Portu und nördlich davon der Nationalpark Scandula welchem wir später in der Woche auch noch einen Besuch abstatten wollten.