Ciavaces - Via Irma (VII-)



Die Südseite am Ciavaces bietet für Alpinkletterer jede Menge Routen in allen Schwierigkeitsgeraden, dazu perfekter Fels, ein kurzer Zustieg und Klettern in der wärmenden Sonne. Ein ideales Ziel für den Genussalpinkletterer. Aber auch für Armin und mich, um vor der der Arbeit noch eine Route zu klettern.



Punkt 7 Uhr stehen wir am Einstieg der Via Irma. Am üblichen Parkplatz für die Touren am Ciavaces hinter dem Sellajoch haben wir geparkt und sind die 10 Minuten zum Wandfuss hochgestiegen. Die Route weißt im unteren Teil noch recht gemäßigte Schwierigkeiten auf und so geht es über 6 Seillängen konstant im IV Grad nach oben. Die Längen sind schön zu klettern und die Felsqualität lässt keine Wünsche offen. Einzig die 3. Seillänge verläuft zum Großteil über eine Grasrampe und stört etwas den Kletterfluss.




Ab Seillänge 7 wird’s etwas schwieriger, die Kletterei ist jedoch super und die Absicherung immer gut. Zunächst klettert man in der bis unter ein Dach, quert nach rechts an kleinen Leisten und hat 2 Optionen: Standplatz unter dem Dach beziehen oder weitere 15 Meter über das Dach hinwegklettern und darüber Standplatz zu bauen. Wir wählen die erste Option.



In Seillänge 9, der Schlüssellänge, folgt die Route einer gelben Verschneidung. Es wird steiler, die Griffe sind riesig und wir sind begeistert. Im oberen Drittel der Länge werden die Griffe nochmal etwas kleiner und Leistiger, das Gelände dafür auch etwas weniger steil, einzig die Absicherung bleibt über die volle Seillänge unmoralisch und die Kletterei kann in vollen Zügen genossen werden. Nach etwa 35 Metern ist die Länge dann leider schon vorbei.




Es wird wieder etwas einfacher, trotzdem sind auch die abschließenden drei Längen absolut empfehlenswert und es wird sogar nochmal ordentlich steil bevor es über die letzte IV- Länge auch schon am Gamsband wieder rausgeht. Knapp 4 Stunden nach dem Einstieg stehen wir am Ausstieg der Tour, packen unsere Seile zusammen und steigen zunächst über das Band bis zum Normalweg der Sellatürme und über diese wieder zurück zum Parkplatz. Pünktlich zum Schichtbeginn stempeln wir ein und wissen um unser Privileg, am Vormittag solche Routen klettern zu dürfen ohne dafür einen einzigen Tag Urlaub nehmen zu müssen.



Topo: Ciavaces - Via Irma (VII-)


Quelle: Klettern in Gröden und Umgebung - Band 2 (Mauro Bernardi)


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Tags: Alpinklettern, Dolomiten, Südtirol, Gröden, Sella, Ciavaces, Via Irma, Topo

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