Hängende Gärten (WI6)

Lüsens im Sellraintal

Flor hatte die Info, dass die Hängenden Gärten im Talschluss von Lüsens gut stehen und in top Bedingungen sind. Kurzerhand beschlossen wir unter der Woche einen Versuch zu starten. Ich richtete es mir bei der Arbeit so ein, dass ich erst zur Spätschicht um 1 Uhr erscheinen musste und fuhr frühmorgens nach Innsbruck wo Flor zustieg und dann gings weiter ins tief verschneite (und wie tief das sollten wir noch draufkommen) Lüsens.



Anfangs über die Loipe kamen wir schnell in Sichtweite des Wasserfalls. Doch kaum hatten wir keine plattgewalzte Loipe mehr sanken wir im tiefen Neuschnee zum Teil bis zum Bauch ein. Mühsam und eeeelendig langsam wühlten wir uns nach oben zum Einstieg. Der Wasserfall immer im Blickfeld wollte einfach nicht näher kommen. Nach gefühlten Stunden – nach einem Blick auf die Uhr stellten wir fest dass es tatsächlich Stunden waren – standen wir am Einstieg.







Der viele Neuschnee hatte jedoch nicht nur die Zustiegsspuren zugeschneit sondern auch dem Wasserfall ordentlich zugesetzt. Vor allem die vermeintlich leichteren Stellen hatten reichlich frisches, Schneedurchsetztes, nichts haltendes „Eis-Luft-Schnee-Gemisch“ oben auf und es war richtig unangenehm zum klettern und abzusichern.

Die steile zweite Länge sollte vom Schnee weitestgehend verschont geblieben sein – so unsere Hoffnung. Doch auch hier war von den Hooks der vielen Begehungen vor uns nichts mehr zu sehen, dafür war die Eisqualität wieder besser – wenn auch nicht optimal.

Wir waren langsam, sowohl beim Zustieg als auch im Eis. So kam es, dass aus dem geplanten Arbeitsbeginn um 1 Uhr nichts wurde. Stattdessen kreuzte ich erst um 3 Uhr auf, zeigte zur Begründung ein paar Fotos und die Sache war erledigt.



Tags: Eisklettern, Österreich, Stubaier Alpen, Lüsens, Hängende Gärten

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