Hintere Schwärze - Nordwand (AD/55°)

Aktualisiert: Jan 27


Es ist bereits Ende Dezember und sehnsüchtig warten wir nach wie vor auf den ersten Schnee. Es herrscht eine Art Ausnahmesituation an die wir uns trotz Klimawandel hoffentlich nicht gewöhnen müssen. Selbst die höchsten Berge sind so gut wie schneefrei und so trifft es auch uns bei der Tour auf die Hintere Schwärze, dass wir den gesamten Zustiegshatscher ohne Ski hinauf und auch wieder absteigen müssen.


Wir entscheiden uns für den Zustieg von Norden, ausgehend von Vent über den Weg Nr. 923 bis zur Martin Busch Hütte. Dass wir dabei bereits auf Steigeisen wechseln müssen aufgrund der riesigen Eisgallen die immer wieder über den Weg laufen und noch nicht mit Schnee bedeckt sind ist ungewohnt aber der außergewöhnlichen Situation geschuldet.








Dafür kommen wir gut und Zügig bis auf den Gletscher auf 2700mt. Hier liegt plötzlich alter und vom Wind zusammengewehter Schnee in den flacheren Gletscherbecken auf dem wir nicht gehen können. Knietief müssen wir uns einen Weg bis zum Einstieg der kurzen Eiswände spuren und verlieren viel wertvolle Zeit an den eh schon kürzesten Tagen des Jahres.

















Die Wand selbst finden wir in super Bedingungen vor und erreichen den Gipfel ohne Probleme bevor das waten durch den Tiefen Schnee im Abstieg wieder von neuem beginnt. Als wir endlich vom Gletscher weg wieder auf festen Boden kommen ist es bereits spät. Ab der Martin Busch Hütte kommen wir ins Dunkle.














So eine Tour mit derart langem Zu- und Abstieg schwören wir uns nicht mehr ohne Ski und Ende Dezember anzugehen. Da sind wir 3 uns absolut einig.


Tags: Hochtour, Österreich, Ostalpen, Stubaier Alpen, Hintere Schwärze, Nordwand

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