Monte Pelmo (II)

Aktualisiert: Mai 26


Ohne einen Tag des kostbaren Urlaubs aufzubrauchen wollte ich auf den Monte Pelmo. Ich arbeitete meine Frühschicht bis 13:00 Uhr ab, fuhr dann direkt von der Arbeit die 1.5 Stunden bis auf den Passo Staulanza. Hier parkte ich mein Auto und schnallte meinen Rucksack mit der Biwak- sowie der Fotoausrüstung und machte mich auf den Weg.

Vom Passo Staulanza folgte ich dem Steig Nr. 472 bis zum Rifugio Venezia. Von der Hütte noch ein Stück den Steig 480 entlang, bis links mit Steinmännchen markiert ein Pfad in Richtung Einstieg des sogenannten Ball Bandes wegführt. Ein schmales Felsband, das den Sockel des Monte Pelmo einmal in Richtung Südwesten quert und für jene die Schwindelfreiheit und Trittsicherheit mitbringen den Weg in den mittleren Kessel freigibt.

Im diesem Kessel geht es durch jede Menge Schutt auf Pfadspuren steil nach oben bis ein weiterer Felsriegel den Weg versperrt. Hier heißt es nochmal ein wenig zupacken und den leichtesten Weg finden, indem man sich an die Steinmännchen orientiert. Es folgt ein flacheres Stück, auf dem man bis zum letzten Aufschwung gelangt, der dann endgültig auf den Gipfel führt.

Vom Gipfel hat man einen atemberaubenden Tiefblick über die Nordwand und auf die nördlich liegenden Gipfel Croda da Lago und bis zur Tofana, Civetta im Westen und das Cristallomassiv sowie den Antelao im Osten.


Ich hatte den Gipfel in 3 Stunden vom Passo Staulanza aus erreicht. Damit hatte ich noch jede Menge Zeitreserven um den Sonnenuntergang zu genießen und mir ein angenehmes Biwakplätzchen für die Nacht zu suchen.






Ich stellte mein Stativ auf um mit der Spiegelreflexkamera einige Sternen- und Nachtfotos von diesem großartigen Panoramagipfel aus zu schießen. Der Ausblick auf die nächtliche Umgebung inmitten dieser traumhaften Dolomitenlandschaft war gigantisch. Ich genoss diesen Gipfel eine Nacht für mich allein zu haben und freute mich auf einen einmaligen Sonnenaufgang. Einem der schönsten und intensivsten Erlebnisse das man als Bergsteiger erleben darf. Immer wieder aufs Neue.




Nachdem ich sowohl den Sonnenaufgang als auch die ersten wärmenden Sonnenstrahlen ausgiebig genossen hatte machte ich mich an den Abstieg. Es wartete ja noch die Arbeit an diesem Tag auf mich. In Anbetracht des bereits erlebten an diesem Tag ein besonderer Genuss.


Topo: Monte Pelmo - Normalweg (II):

Quelle: https://www.bergsteigen.com/touren/klettern/via-normale-normalweg-monte-pelmo/


Tags: Bergtour, Südtirol, Dolomiten, Monte Pelmo, Normalweg, Topo

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