Piz Bernina - Biancograt (AD / III)




Es ist Herbst in Graubünden. Die Berge sind angezuckert und auch am Tag bevor wir nach Pontresina starten, dem Ausgangspunkt für den Biancograt, hat es in den höheren Lagen nochmal ordentlich geschneit.






Trotzdem wollen wir uns nicht abhalten lassen und die strahlend schönen Septembertage nutzen. Zunächst geht es ewig lange (7km) flach entlang der Fortstraße in das Val Roseg bis zum Hotel Roseg. Hier gibt es auch die Möglichkeit sich das Ganze mit einer Kutschenfahrt zu versüßen. Oder man hat das Glück wie wir, und wird von einem vorbeifahrenden Mitarbeiter des Hotel Roseg mitgenommen.


Ab dem Hotel geht es dann entlang des Hanges am Piz Tschierva über 500Hm in einer angenehmen Steigung bis zur Tschiervahütte. Sie dient als Ausgangspunkt für viele Touren in diesem Gebiet, Piz Morteratsch, Piz Roseg, Piz Scerscen und den Piz Bernina.

Bereits beim Zustieg treffen wir eine gute Freundin, die an diesem Tag noch vor dem Biancograt aufgeben mussten wegen des vielen Neuschnees und der anstrengenden Spurarbeit. Bis zum felsigen Einstieg des Biancogrates sei nun aber gespurt, konnte sie mir versichern.




Wir starten früh am Morgen des nächsten Tages und sind die Ersten die sich aufmachen Richtung Gipfel. In besagter Spur gelangen wir recht flott bis zum Einstieg in den felsigen Zugang zum eigentlichen Gratabschnitt.




Hier wird es aufgrund des Neuschnees etwas anspruchsvoller. Wir brauchen zwar etwas länger uns durch den Schnee nach oben zu wühlen, erreichen aber sicher den namensgebenden weißen Teil des Biancogrates.

Auch hier heißt es ordentlich Spurarbeit leisten. Somit ist es bereits später als gedacht als wir am Piz Bianco ankommen. Dem Vorgipfel des Piz Bernina und gleichzeitig der erneute Übergang vom Firnteil in den Felsteil. Wir beschließen hier gut sein zu lassen und wieder über den Biancograt abzusteigen, weil wir es zeitlich kaum schaffen würden über den Spallagrat bis zur Marco e Rosahütte zu gelangen, erneut den Gegenanstieg bis zum Fortezzagrat zu Spuren und über den ebenfalls verschneiten Grat in Richtung Morteratsch abzusteigen, und irgendwie zurück zum Auto zu gelangen.



Einige Seilschaften, die nochmal auf der Marco e Rosahütte übernachten, gehen weiter. Für uns heißt es am nächsten Tag wieder arbeiten und so steigen wir trotzdem glücklich mit dem Wissen einmal den Biancograt gespurt zu haben wieder ab und zurück durch das nicht mehr enden wollende Val Roseg bis nach Pontresina.





Tags: Hochtour, Schweiz, Ostalpen, Graubünden, Bernina, Piz Bernina, Biacograt

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