Rauchkofel - Skitour



Im hintersten Ahrntal stehen einige der schönsten Skitourenberge Südtirols. Zu ihnen zählt auch definitiv der Rauchkofel. Ausgehend von Prettau oder von Kasern ist dieser sonnenverwöhnte Gipfel mit seinen idealen Firnhängen ein beliebtes Tourenziel vor allem im Frühjahr.



Früh aufstehen heißt es für mich an diesem Tag. Wie mehrere Touren in diesen Tagen möchte ich auch den Rauchkofel vor der Arbeit besteigen und pünktlich um 13 Uhr wieder in Brixen sein. So stehe ich bereits um 6 Uhr mit den Skiern in der Hand und überquere die Straße in Kasern um gegenüber vom Parkplatz auf der Wiese los zu gehen.




Ich folge in etwa dem Sommerweg Nr. 17 steil durch den Wald bis ich auf den Forstweg treffe, der zur Waldneralm führt. Sobald sich das Gelände öffnet und ich den Wald verlasse, schlage ich noch vor der Waldneralm eine neue Richtung ein: Nämlich direkt auf den jetzt sichtbaren Gipfel nördlich von mir zu. Die steile Südflanke bekommt bereits die ersten Sonnenstrahlen und würden damit bereits am späteren Vormittag, sobald ich abfahren werde, ideal aufgefirnt sein. So zumindest meine Vermutung.



Über das wunderbare Skigelände am Fuße des Rauchkofel gibt es mehrere Möglichkeiten für den Aufstieg. Ich entscheide mich für die Möglichkeit ganz rechts vorbei am Plattakopf sowie dem Sauwipfel direkt auf die Südflanke zu. Jedoch nicht über diese hoch sondern nach dem Sauwipfel nach links querend unterhalb der Felsabbrüche und dann steil über eine Flanke hoch bis zum Übergang auf die Westflanke. Das Kar, welches auf der Karte als Hundskehl Grundl eingetragen ist führt mich in Richtung einer zum Abschluss nochmal ordentlich steilen Gipfelflanke (etwas über 40°), die jedoch direkt auf den Gipfel endet.



Nach einer kurzen Gipfelrast bei äußerst angenehmen Temperaturen, null Wind und strahlendem Sonnenstein muss ich mich doch irgendwann aufraffen und die Abfahrt antreten. Die Arbeit ruft. Ich fahre die steile Gipfelflanke entlang der Aufstiegsroute auf der Westflanke ab und quere weiter unten, sobald es weniger steil ist ganz nach links auf den Grat. Hier gibt es genügend Möglichkeiten um in diese wunderbare Südflanke hinein zu queren. Wie erwartet ist der Schnee perfekt aufgefirnt. Die Abfahrt ist ein Traum. Die Flanke selbst hat mit einer Steilheit von ca. 35° (oben etwas steiler, nach unten hinaus immer flacher werdend) ein ideales Gefälle für ein paar geniale Schwünge.



Zu meiner Freude hat auch der Schnee weiter unten - obwohl wesentlich flacher - bereits erste Sonnenstrahlen aufgenommen und präsentiert sich weit weniger hart als befürchtet. In Windeseile stehe ich wieder auf dem Forstweg und gelange über diesem zurück nach Kasern. Am Ende folgt noch ein steiles, ungemütliches und mit vielen steinharten Spuren durchzogenes Waldstück, das jedoch den Gesamteindruck dieser genialen Firntour nicht mehr schmälern kann.




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Tags: Skitour, Südtirol, Ahrntal, Rauchkofel

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